aktualisiert am 14. Juli 2025
Stell dir vor, du steigst an einem heißen Sommertag barfuß in kristallklares Wasser, umgeben von Seerosen und dem Duft frischer Pflanzen. Kein Chlor, kein künstliches Becken – nur du, dein Garten und ein Naturpool, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Wenn du deinen Garten naturnah gestalten möchtest, ist ein Naturpool eine reizvolle Option.
Was ist ein Naturpool?
Ein Naturpool sieht zunächst wie ein herkömmlicher Pool aus, hat jedoch einen entscheidenden Vorteil: Er reinigt sich selbst und benötigt keine chemischen Zusätze. Pflanzen, Mikroorganismen und ein durchdachtes Filtersystem sorgen dafür, dass das Wasser klar und gesund bleibt. Der Schwimmbereich ist vom bepflanzten Regenerationsbereich getrennt, was dir mehr Kontrolle über die Wasserqualität und das Design bietet.
Planung deines Naturpools: Standort, Größe und Form

Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du dir einige grundlegende Fragen stellen:
- Standort: Wähle einen sonnigen, geschützten Ort, fernab von Laubbäumen. So minimierst du den Eintrag von Nährstoffen und Laub.
- Größe: Ein typischer Naturpool benötigt eine Fläche von etwa 40 bis 50 Quadratmetern, wobei ein Drittel für die bepflanzte Regenerationszone reserviert ist.
- Tiefe: Der Schwimmbereich sollte mindestens 1,50 Meter tief sein, um die Wassertemperatur stabil zu halten.
- Form: Ob modern mit klaren Linien oder organisch geschwungen – das Design sollte sich harmonisch in deinen Garten einfügen.
Kosten – Lohnt sich die Investition?
Der Preis für einen Naturpool liegt in der Regel zwischen 25.000 bis 50.000 Euro, abhängig von Größe, Ausstattung und Materialwahl. Wenn du handwerklich versiert bist und Teile selbst übernimmst, kannst du die Kosten auf 10.000 bis 15.000 Euro senken.
Trotz der anfänglichen Investition sind Naturpools langfristig kosteneffizienter: Du benötigst keine teuren Chemikalien, und die Betriebs- und Wartungskosten liegen lediglich bei 100 bis 300 Euro pro Jahr.

Wasserqualität – So bleibt der Naturpool klar
Ein effektives Filtersystem ist entscheidend. Die natürliche Filterung durch eine bepflanzte Zone, in der Kies und spezielle Wasserpflanzen Platz finden, bindet Nährstoffe. Eine kleine Pumpe leitet das Wasser in den Regenerationsbereich und kann bei Bedarf durch einen UV-Klärer ergänzt werden.
Pflanzen für den Naturpool
Die richtigen Pflanzen sind entscheidend für die Funktionalität und Ästhetik des Naturpools. Hier einige geeignete Arten:
- Schwimmpflanzen: z.B. Seerosen, die für Schatten sorgen.
- Sumpfpflanzen: z.B. Binsen und Rohrkolben, die Nährstoffe binden.
- Unterwasserpflanzen: z.B. Hornblatt, das Sauerstoff produziert.

Vor- und Nachteile eines Naturpools
Vorteile:
- Ökologisch und nachhaltig: ohne Chemikalien.
- Schöne Gartenästhetik: ganzjährig ansprechend.
- Geringe Betriebskosten: keine teuren Chemikalien oder Reinigungszyklen.
- Angenehmes Schwimmgefühl: keine Hautreizungen.
Nachteile:
- Höhere Planungsaufwände: erfordert sorgfältige Planung und Design.
- Pflegeaufwand: insbesondere im ersten Jahr.
- Anfängliche Investition: Potenziell höhere Kosten als herkömmliche Pools.
- Wachstum der Pflanzen: benötigt Zeit.

Fazit
Ein Naturpool ist nicht nur ein schöner Ort zum Schwimmen, sondern auch ein Gewinn für dein Gartenökosystem. Mit der richtigen Planung, Umsetzung und einer Portion Geduld schaffst du dir einen Rückzugsort, der mit der Natur harmoniert. Wenn du bereit bist, die Herausforderungen anzunehmen, wirst du mit einem einzigartigen Aufenthaltsort belohnt, der deine Lebensqualität steigert.
Starten Sie Ihr Projekt und verwandeln Sie Ihren Garten in eine grüne Oase!
